Historische Anspielungen auf 神隱
Xu Fu (徐福, Xú Fú) – Xu Fu war ein alchemistischer Höfling der Qin-Dynastie, der vom ersten Kaiser Qin Shi Huang ausgeschickt wurde, um nach dem Elixier des Lebens auf den östlichen Inseln zu suchen. Er segelte mit einer großen Gruppe, kehrte jedoch nie zurück. Spätere Legenden deuten sein Verschwinden als „神隱“ (göttliche Verborgenheit), da er entweder in Japan siedelte oder von Göttern versteckt wurde. Quelle: Shiji (史記), „Biographie des ersten Kaisers von Qin“ (秦始皇本紀).
Zhang Daoling (張道陵, Zhāng Dàolíng) – Zhang Daoling war ein daoistischer Meister und Gründer der „Way of the Five Pecks of Rice“ im 2. Jahrhundert n. Chr. Nach daoistischer Überlieferung erlangte er die Unsterblichkeit und verschwand in den Bergen, was als „神隱“ gilt. Sein Rückzug wird in der Hou Hanshu (後漢書) im Abschnitt „Biographien der Daoisten“ (方術列傳) erwähnt.
Zhang Guolao (張果老, Zhāng Guǒlǎo) – Zhang Guolao ist eine legendäre Figur unter den Acht Unsterblichen des Daoismus. Er wird oft als alter Eselreiter dargestellt, der sich unsichtbar machen oder in Schatten verwandeln kann. Seine Fähigkeit, „神隱“ zu werden, ist in daoistischen Texten wie dem Liexian Zhuan (列仙傳) überliefert.
He Xiangu (何仙姑, Hé Xiāngū) – He Xiangu ist die einzige weibliche der Acht Unsterblichen. Legenden berichten, dass sie in den Bergen verschwand und als Unsterbliche galt, was als „神隱“ interpretiert wird. Ihre Geschichten finden sich in daoistischen Werken wie dem Yongcheng Jixian Lu (墉城集仙錄).
Sun Deng (孫登, Sūn Dēng) – Sun Deng war ein Einsiedler und Weise während der Jin-Dynastie (3. Jahrhundert n. Chr.). Er lebte zurückgezogen in den Bergen, sprach selten und wurde aufgrund seines mysteriösen Verschwindens aus der Gesellschaft als „神隱“ angesehen. Seine Erwähnung findet sich im Shishuo Xinyu (世說新語), einer Sammlung von Anekdoten über Gelehrte.